Nashornleguan
(Cyclura cornuta)
Familie: Leguane (Iguanidae)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
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Größe:  Bis ca. 1,20 m. Große Männchen wiegen zwischen 6 und 10 kg.
Verbreitung:  Hispaniola (Haiti und die Dominicanische Republik) und naheliegende Inseln.
Habitat:  Am gewöhnlichsten in trockenen und halbtrockenen Waldgebieten und Dornengestrüpp mit einem Boden aus Kalkstein, im Tiefland liegend (bis zu 400 m über den Meerespegel), gerne in der Nähe der Küste mit einen Jährlichen Niederschlag auf 470-1000 mm und einer Durchschnittstemperatur auf ca. 25 Grad Celsius. Übrigens ist diese Art relativ anpassungsfähig im Umgang mit seinen Wohnorten.
Nahrung:  Besonders Pflanzenmaterial (Blätter, Blumen, Früchte), jedoch auch Insekten, Eier und kleinere Tiere.
Vermehrung:  Die Paarungszeit, die gleichzeitig mit der Regenzeit am Anfang April anfängt, dauert 2-3 Wochen. Die Weibchen legen im Juni-August 5-20 Eier in eine Vertiefung in die Erde. Die Junge schlüpft 3-6 Monate später, messen 21-32 cm und wiegen ca. 50 g. Diese Art wird Geschlechtsreif nach 5-9 Jahren.
Aktivität und Verhalten:  Tagaktiv. Sie regulieren die Körpertemperatur indem sie Sonnenbaden. Erwachsene Männchen verteidigen ihr Territorium. Die stärksten Männchen haben die Territorien mit der besten Nahrung. Sie graben unterirdische Gänge, die bis zu 4 m lang sein können.
Feinde und Abwehr:  Außer den Menschen, die unerlaubt Erwachsene und Halberwachsene Tiere jagen, werden die Nashornleguane und deren Eiern von Hunden, Katzen, Schleichkatzen und Schweinen gejagt.
Lebensdauer:  In Gefangenschaft werden sie bis zu 20 Jahre alt. In der Natur ist dies sicherlich kürzer.
Geschlechtsunterschiede:  Die 3-5 "Hörner" (vergrößerte Schuppen) an der Schnauze sind am größten bei den Männchen. Die Weibchen sind etwas kleiner als die Männchen.
Variation:  Der Mona Island jordleguan (C. stejnegeri) und der Navassa Island jordleguan (C. onchiopsis, jetzt ausgestorben), die früher als Unterart des Nashornleguans eingestuft wurden, werden heutzutage als eigene Arten betrachtet.
Status:  Auf der Liste CITES I (Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen). Die Art war normal und wahrscheinlich weitverbreitet in den 50’ern, jedoch gibt es keine neuen Untersuchungen darüber wie groß der aktuelle Bestand ist. Man schätzt, dass es ca. 10.000-17.000 Individuen auf wahrscheinlich 20 oder mehr kleinen Beständen in Hispaniola gibt. Der Zurückgang war stark auf Grund des Drucks der lokalen Einwohner (Verlust der Wohnorte u.v.m.). Der lange Lebenszyklus dieser Art und der dazugehörige langsame Auswechsel im Bestand hat wohl auch dazu beigetragen. 35% der Wohnorte in der Dominicanischen Republik sind verloren gegangen. Vom Rest sind ca. 75% durch den Menschen gestört. Diese Zahlen sind noch höher in Haiti. In der Dominicanischen Republik ist diese Art durch das Gesetz geschützt, desweiteren sind die meisten Bestände teilweise oder ganz durch Nationalparke und Reservaten geschützt. Ein solcher Schutz existiert nicht in Haiti und die Zukunft der Art hier ist sehr unsicher. Der internationale Handel in der Dominicanischen Republik wir durch CITES kontrolliert, dies gilt jedoch nicht in Haiti.
Notizen:  Die Leguane aus unserem Terrarium sind im Chester Zoo in England aufgezogen worden.

Literaturhinweise:

Iguana Specialist Group (formerly the West Indian Iguana Specialist Group).
www.iucn-isg.org/actionplan/ch2/rhinocerous.php

Pianka, E.R. & Vitt, L.J. 2003. Lizards - windows to the evolution of diversity. University of California Press, Berkeley & Los Angeles. 333 pp.

Schwartz, A. & Henderson, R.W. 1991. Amphibians and reptiles of the West Indies: descriptions, distributions, and natural history. University of Florida Press, Gainesville, Florida. 720 pp.









Text & layout:
Rune Midtgaard

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Ein Vollausgewachsener Nashornleguan ist sehr beeindrucken und weckt die Erinnerung an Dinosaurier aus der Vorzeit.
© Rune Midtgaard.